Schwule verhindern Ökumene

Der neue Lutherfilm versucht, den Anspruch der Reformation, das "reine Evangelium" zu verkünden, zu vermitteln. Um so mehr fallen Diskrepanzen zur heutigen Wirklichkeit ins Auge.

Der Initiativkreis katholischer Laien und Priester im Erzbistum Köln (IK Köln) fordert die Rheinische Landeskirche dazu auf, sich zusammen mit Kardinal Meisner auf das Fundament der Bibel zu stellen.

Sie muss in der Frage der Homo-Ehe eindeutig zur Position des Evangeliums zurückfinden, wie sie die katholische Kirche konsequent vertritt. Andernfalls macht sie sich unglaubwürdig und untergräbt jede Möglichkeit von Ökumene.

Die Aussage Kardinal Meisners in Budapest, dass die homosexuelle Mainstreamkultur in Europa ein Gift darstellt, ist für einen Erzbischof, der das Gewissen seiner Gläubigen zu schärfen hat, eine Selbstverständlichkeit. Die vordergründige Empörung darüber ist eine direkte Folge davon, dass sich die evangelischen Landeskirchen in Deutschland aus dem Konsens des Evangeliums verabschiedet haben.

Sie haben sich statt dessen von dem gemeinsamen Fundament entfernt und einen neuen Graben aufgetan. Sie erwecken den Eindruck der Beliebigkeit, der folgerichtig inzwischen auch in Politik und Gesellschaft vorherrscht.

Wenn die Rheinische Landeskirche es (wie geschehen) ihren Gemeinden freistellt, homosexuelle Paare zu segnen, verlässt sie den Boden des Evangeliums. Der Apostel Paulus geißelt in kräftigen Worten homosexuelle Praxis (Röm 1,26). Dieses Faktum hat sowohl die katholische, als auch bis vor kurzem die evangelische Rheinische Landeskirche immer im Einklang mit der Schöpfungsordnung bekannt.

Ökumene ist aber nur nur auf dem Boden des Evangeliums möglich.

zurück zur Übersicht


Leichenschau: Hingehen ist ein falsches Signal

Unbeeindruckt von der Entrüstung der Öffentlichkeit über die von Gunther von Hagens inszenierten Aktionen im Rahmen seiner Leichen-Show “Körperwelten” will die Katholische Frauen- und Familienbildungsstätte des Erzbistums Hamburg an ihren sogenannten “begleiteten Besuchen” am 4. und 5. November im ehemaligen Erotic-Art-Museum nahe der Reeperbahn festhalten. Bekanntlich hatte von Hagens unlängst konservierte Leichen und Leichenteile nachts zu einem “Fotoshooting” zu Werbezwecken durch die Stadt karren lassen, was unter anderem bei der Ärztekammer Hamburg, aber auch bei den Jungsozialisten heftige Proteste ausgelöst hatte.

Nach Auffassung des Initiativkreises katholischer Laien und Priester im Erzbistum Hamburg ist diese Entscheidung der Bildungsstätte unerträglich. Abgesehen davon werde mit dem Angebot “begleiteter Besuche”, so der Initiativkreis, von der Familienbildungsstätte eine Kompetenz in der Sache suggeriert, die nicht gegeben sei. Zudem habe Papst Johannes Paul II. immer wieder zum Engagement gegen eine “Kultur des Todes” aufgerufen, wozu diese “Ausstellung” zweifellos gehöre.

Auch bei der Ärztekammer Hamburg ist das “Angebot” der Katholischen Frauen- und Familienbildungsstätte auf Unverständnis gestoßen. Dazu sagte Ärztekammerpräsident Dr. Michael Reusch zum Initiativkreis: “Ich bedaure die Entscheidung solcher Besuche außerordentlich. Es ist auch kein Nutzen darin zu sehen.” Vor allen Dingen legitimiere man damit auch ein Stück weit, so Reusch weiter, das Verbringen von Leichen zu Werbezwecken. Hingehen sei deshalb nicht nur ein falsches Signal, sondern zugleich auch Unterstützung.

In einem Schreiben an den Erzbischof von Hamburg, Dr. Werner Thissen, hatte sich der Initiativkreis ausdrücklich auch auf diese Äußerung des Präsidenten der Ärztekammer Hamburg bezogen und den Erzbischof gebeten, auf die Familienbildungsstätte einzuwirken, die “Besuche” abzusagen.

zurück zur Übersicht


Den Gläubigen Gewissens- und Loyalitätskonflikte ersparen

Entschieden weist der Initiativkreis katholischer Laien und Priester im Erzbistum Hamburg (IK Hamburg) den Vorwurf des Erzbistums zurück, seine Kritik an der Theologie des Zeitgeistes von Landesbischöfin Maria Jepsen sei „gegen den guten ökumenischen Geist” in Hamburg gerichtet. Nicht der Initiativkreis, sondern Frau Jepsen wendet sich mit ihrer Bewertung gleichgeschlechtlicher Handlungen und ihrem Engagement der Schirmherrschaft über die Christopher-Street-Day-Events sowie mit der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare bereits seit 1997 gegen den „guten ökumenischen Geist”. Die Landesbischöfin und die Mehrheit der nordelbischen Synode haben sich damit vom gemeinsamen Fundament der Heiligen Schrift entfernt und einen neuen Graben ausgehoben.

Der IK Hamburg bedauert die „vornehme” Zurückhaltung des Erzbistums Hamburg gegenüber Frau Jepsen umso mehr, als die kritische Verlautbarung der Kongregation für die Glaubenslehre zur gesetzgeberischen Anerkennung von Lebensgemeinschaften homosexueller Personen in dieser Frage nicht nur katholische Politiker in die Pflicht nimmt, sondern auch alle Laien, Priester und Bischöfe. Mit Blick hierauf ist der Wunsch der nordelbischen Synodenpräsidentin Elisabeth Lingner, der IK Hamburg und die lutherische „Sammlung um Bibel und Bekenntnis” mögen nun endlich auch die Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare akzeptieren, eine die Ökumene sprengende Zumutung.

Die Ökumene lebt vom ehrlichen Bekenntnis und nicht von harmonieträchtiger Unverbindlichkeit. Deshalb können die Gläubigen in dieser Ökumene-Frage vom Erzbistum Hamburg eine unmissverständliche Wegweisung auf der Grundlage der Heiligen Schrift und den Lehraussagen der Kirche erwarten, die ihnen Gewissens- und Loyalitätskonflikte erspart.

Mit Genugtuung hat der IK Hamburg inzwischen zur Kenntnis genommen, dass Frau Jepsen ihre Schirmherrschaft auf dem Christopher-Street-Day in Bad Segeberg am 9. August nicht (mehr) persönlich wahrgenommen hat, obwohl nach Angaben der Lokalpresse ihr Kommen fest angesagt war.

zurück zur Übersicht

Landesbischöfin Jepsen Persona non grata im ökumenischen Gespräch

Für eine wichtige Klarstellung und notwendige Wegweisung gegenüber Politik und Gesellschaft hält der Initiativkreis katholischer Laien und Priester im Erzbistum Hamburg (IK Hamburg) die Erklärung der Kongregation für die Glaubenslehre zu gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Als ebenso wichtig und notwendig erweisen sich die „Erwägungen” der Glaubenskongregation auch gegenüber den anderen christlichen Konfessionen, die in Fragen der Ethik immer weiter auseinander driften.

Als diametral und damit völlig inkompatibel mit der katholischen Position stellt sich mittlerweile der von der nordelbischen Landeskirche und Lanbesbischöfin Maria Jepsen eingeschlagene Weg in der Bewertung der Homosexualität dar. „Ein ökumenischer Brückenschlag” ist, wie der IK Hamburg noch kürzlich in einem Schreiben an Erzbischof Dr. Werner Thissen mit Blick auf die von Frau Jepsen auf dem sogenannten Christopher-Street-Day in Lübeck vertretene moraltheologische Position zur Homosexualität hervorhob, „nicht denkbar”.

Auch für viele evangelische Christen ist die Position von Frau Jepsen, welche die Schirmherrschaft für alle Treffen von „Schwulen und Lesben” in Schleswig-Holstein übernommen hat, und ihrer Landeskirche ebenfalls nicht akzeptabel. Dabei geht es nicht um eine klar abzulehnende Diskriminierung homosexueller Menschen, sondern ausschließlich um die Bewertung homosexueller Handlungen. Nach Auffassung des IK Hamburg macht inzwischen nicht zuletzt diese Bewertung Frau Jepsen zur Persona non grata im ökumenischen Gespräch. Eine deutliche Abgrenzung des Erzbistums Hamburg von der von Frau Jepsen vertretenen Theologie des Zeitgeistes ist deshalb überfällig.

zurück zur Übersicht


Kein Bedarf für „Donum Vitae“ in Hamburg – Initiativkreis kritisiert Weihbischof Jaschke

Die Weisung von Papst Johannes Paul II. an die deutschen Bischöfe, künftig keine Beratungsscheine mehr nach dem Schwangerschaftskonfliktgesetz von katholischen Beratungsstellen ausstellen zu lassen, gilt nach Auffassung des Initiativkreises katholischer Laien und Priester in der Erzdiözese Hamburg (IK Hamburg) uneingeschränkt auch für katholische Laien. Deshalb sei auch die Gründung von „Donum Vitae“ als Verein nach bürgerlichen Recht unter der Regie katholischer Laien abzulehnen.

Katholiken operierten, so der IK Hamburg, auch dann nicht in einem kirchenrechtsfreien Raum, wenn sie sich nach staatlichem Recht organisieren. So hätten sich die Gläubigen auch beim Gebrauch ihrer bürgerlichen Freiheiten nach dem vom Lehramt der Kirche vorgelegten Lehre zu richten (can. 227 CIC). Dazu gehöre ebenso die Pflicht, Anordnungen des Papstes oder der Diözesanbischöfe mit christlichem Gehorsam zu befolgen (can. 212 § 1 CIC).

Unabhängig von der strikt abzulehnenden Situationsethik, die sich mit dem Beratungsschein als Lizenz für eine straffreie Abtreibung verbinde, könnten auch die bisherigen Beratungszahlen in Hamburg nicht die Gründung von Donum Vitae als Ersatzeinrichtung rechtfertigen. Nach Einschätzung der Hamburger Sozialbehörde hätten nicht einmal ein Prozent der schwangeren Frauen in Hamburg in Konfliktsituationen eine katholische Beratungsstelle aufgesucht. Statt also einen echten Bedarf abdecken zu können, so erklärt der IK Hamburg, gehe es bei der Gründung von Donum Vitae auch in Hamburg vor allem um antirömische Affekte, die insbesondere einige katholische Bürgerschaftsabgeordnete offensichtlich politisch nutzen wollten.

Mit Verwunderung habe der IK Hamburg in diesem Zusammenhang zur Kenntnis genommen, dass Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke nach einem Bericht des Hamburger Abendblatt dem Hamburger Donum-Vitae-Ableger Respekt zolle, obwohl es ein klares Ziel dieser Laien-Initiative sei, die bindenden Worte des Papstes in der Beratungscheinfrage bewusst zu unterlaufen. Weihbischof Jaschke müsse sich fragen lassen, wie man einerseits Respekt vor der Entscheidung des Papstes, andrerseits auch Respekt vor einem Verein haben kann, der das Gegenteil wolle. Bei so viel antagonistischem Respekt stehe zu befürchten, dass am Ende niemand mehr wisse, wie ernst das mit dem Respekt wem gegenüber wirklich gemeint sei.

zurück zur Übersicht

 

© 2011 IK-Hamburg – Kardinal-Newman-Kreis – e. V.| Home | Kontakt | Impressum |